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Leseproben

Auszug aus 'Die Frau hinter der Tür' von Jörn C. Meyer

Hinter meiner T?r lebt eine Frau. Nicht, dass sie mich vorher um Erlaubnis gefragt h?tte, aber schlie?lich war das ja auch nicht n?tig. H?tte sie mich gefragt, w?re ich wahrscheinlich betont l?ssig in meinen Sessel gesunken, h?tte einen Schluck Bier getrunken und geantwortet: ?Mi casa, su casa?, wobei ich mir ziemlich klug vorgekommen w?re. Hat sie aber nicht.
Stattdessen: Ich wachte eines Morgens auf, schlug die Decke zur?ck, kratzte mich durch den Stoff meines Pyjamas hindurch am Bauch und g?hnte vier Mal.
?Guten Morgen?, sagte eine Stimme hinter meiner T?r. Eine Frauenstimme. Eine ziemlich h?bsche noch dazu. Sie klang wie ein Abend mit Freunden vor dem Kamin.
?Ebenfalls einen guten Morgen?, gab ich wenig phantasievoll zur?ck und ?berlegte, ob ich ihre Stimme kannte. Ich hatte keine Kopfschmerzen, also hatte ich sie nicht im Vollrausch mit nach Hause gebracht. Nicht, dass das je vorgekommen w?re ...
?Ahm?, sagte ich, mehr, um ?berhaupt was zu sagen, ?ich mach? mir einen Kaffee, willst du auch einen??
?Gerne, wenn?s keine Umst?nde macht.?
Okaaay, dachte ich gedehnt. Sie erhebt keine Einw?nde, also sind wir schon einmal per ?Du?.
...
19.10.05 13:35


Auszug aus 'Die letzte Wanderdüne' von Martin 0'Connor

...
?Es ist in der Tat ?u?erst ungew?hnlich?, wurde er nicht m?de zu dozieren, ?dass eine Wanderd?ne sich bis in eine Binnenstadt verirrt. In zehntausend Jahren kommt das h?chstens ein Mal vor.?
Bald sollte sich unser Gelehrter allerdings gezwungen sehen, diese letzte Aussage zu revidieren.

Wenige Tage sp?ter hatten n?mlich schon ganze f?nf Wanderd?nen den Weg in unsere Stadt gefunden. Sie waren noch gr??er als die erste D?ne. Die Menschen standen fassungslos vor den sich auft?rmenden Sandbergen.
Dr. Hille, auf den die Augen der ?ffentlichkeit gerichtet waren, blieb zun?chst eine Erkl?rung schuldig. Nach tagelangen hektischen Messreihen und Sandproben ver?ffentlichte er schlie?lich seinen bahnbrechenden Aufsatz, der ihm mit einem Schlag den Ruf eines international f?hrenden D?nenforschers eintrug (Hille, Rudolf: Anomalien im Migrationsverhalten gemeiner Nordseed?nen. In: Geographischer Anzeiger 96 (2004) S. 341-386).
Inzwischen wurden bis zu siebenundzwanzig D?nen pro Tag gez?hlt, die ihren Sand durch unsere Stadt w?lzten. Sie brachten Leben in die Stra?en und den Verkehr zum Erliegen.
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19.10.05 13:32


Auszug aus 'Zugriff!' von Niels Peter Henning

...
?Darin hast du ja ?bung?, zischte eine Stimme direkt neben Hasslers Ohr. Bevor er reagieren konnte, wurde seine Waffe mit eisernem Griff gepackt und seinen H?nden entrissen. Ein muskul?ser Arm legte sich um seinen Hals und dr?ckte zu. Hassler versuchte, sich zu verteidigen, doch seine Position machte jede Gegenwehr sinnlos. Der Angreifer packte Hasslers Unterarm und verdrehte ihn brutal nach hinten. Hassler schrie auf, als sein Ellbogen mit einem trockenen Knall brach. Der Schmerz ?berw?ltigte ihn! Eine Sekunde sp?ter gab der Angreifer sein Opfer frei. Hassler wandte sich wimmernd zu seinem Peiniger um ? und erstarrte.
?Vieth??
Der st?mmige Dealer schaute ihn grinsend an.
?Das ... das kann nicht sein!?
Vieth sch?ttelte grinsend den Kopf. ?Ja, ich wei? schon. Du hast mich erschossen, ich m?sste eigentlich tot sein, all dieser Schei? und Blablabla.?
Hassler musterte sein Gegen?ber fassungslos. Ohne Zweifel, es war Vieth, der da vor ihm stand. Er war unglaublich blass. Die Haare klebten fettig und str?hnig an seinem Kopf, und sein Gesicht schien mit einem d?nnen, ?ligen Film ?berzogen zu sein. Doch es war eindeutig Vieth ? der Dealer, den Hassler nur zwei Monate zuvor buchst?blich hingerichtet hatte.
...
19.10.05 13:21


Auszug aus 'Kontakt' von Gaby Kern

...
Die wachen Stunden meines Daseins verbringe ich hier ? und trotzdem erkannte ich es erst, als ...

Eine Grippe hatte mich erwischt. Ich hatte das Gef?hl, zu vergl?hen und bei jedem Hustenanfall wollte mein Kopf schier zerbersten.
Mein Bestreben, mich besch?ftigt zu halten, sank auf Null. Weder mein Computer, der f?r gew?hnlich unwiderstehliche Anziehungskraft auf mich aus?bt, konnte mich von der Couch locken, noch wollte ich mich am Telefon bemitleiden lassen. Fernseher und Radio, die sonst die Ger?uschkulisse meines Lebens bilden, blieben ausgeschaltet. Ich wollte Ruhe, nichts als Ruhe.
Da h?rte ich es.
Die telefonischen Erkl?rungen des Installateurs, dieses zeitweilige Tropfen hinge mit der Ausdehnung des hei?en Wassers im Boiler zusammen, lie?en mich resignieren. Ich h?rte nur noch aufmerksamer hin und mir schien, das Tropfen besitze eine Art Gleichma?.
Beim n?chsten Mal achtete ich genau darauf. Und tats?chlich: Ich glaubte, den Rhythmus zu erkennen.
...
19.10.05 13:03





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